Olav „O“, BFC Black Forest

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Ich habe mehrere Anläufe dazu gebraucht, aber seit dem Jahr 2004 bin ich Christ. In der Nachfolge von Jesus Christus zu stehen, für ihn leben zu möchten und mit meinem Moped unterwegs sein zu können brachte mich zum Bikers for Christ MM, in dem ich seit 2017 Member bin. Dieses Leben erfüllt mich, das ist echte Satisfaction und ich erlebe eine erfahrbare Gemeinschaft mit unserem Herrn Jesus Christus und den anderen Bikerinnen und Bikern.

Aber wie kam es eigentlich dazu?

Das erste Mal zum Glauben kam ich 1985, also mit 18 Jahren. Ich war damals Member beim White Birds MC in Gräfenhausen und immer auf Tour, so wie es meine Arbeit als Koch eben zuließ. Mein erstes Moped war eine rote XS400, Bj. 1981, mit 27 PS. Mit ihr habe ich viel erlebt, war im Inland und Ausland auf vielen Motorradtreffen unterwegs. In letzter Zeit fuhr ich jedoch oft alleine auf Treffen und Rallies. Also ich kam eines Tages in meinem Heimatdorf zur Bäckerei und dort traf ich Michael. Mit ihm hatte ich in meiner Jugend manches erlebt und ich war doch sehr erstaunt, was er mir da erzählte. Er hatte sich bekehrt und lebte nun mit Gott. Er hat mir vieles erzählt an diesem Nachmittag und wir haben uns auch noch an weiteren Tagen getroffen, an denen er mir von seinem neuen Leben erzählte. Das hat mich beeindruckt, schließlich war Michael vorher kein „braver Bube“ gewesen, zu der Zeit hatte er, so meine Erinnerung, schon 2 oder 3 Lehren geschmissen und war arbeitslos. Vorher waren wir mal zusammen bei den Kobra Junior gewesen, der Nachwuchstruppe des Kobra MC Pforzheim. Eines Tages waren wir dann zusammen in Pforzheim im Kino. Wir sahen uns einen Jesus-Film an und auf dem Nachhauseweg habe ich beschlossen, auch mit Gott leben zu wollen. Es änderte sich damals alles ziemlich drastisch, wir haben ein Gelübde abgelegt, nicht mehr zu rauchen und keinen Alkohol mehr zu trinken, ebenso wenig wollten wir noch unseren geliebten Hard Rock hören. Als weitere Konsequenz trat ich bei den White Birds aus. Freitag oder Samstag abends waren wir in Conweiler in einer Teestube und haben dort viel über Gott und Jesus gesprochen. Dort habe ich dann Dominique und Rüdiger kennengelernt. Wir vier saßen danach auch oft unter der Woche zusammen und hielten Bibelstunden mit Tütenmilch und Discounterchips ab.

Nach ca. einem dreiviertel Jahr kam Michael wieder vom Glauben ab. Es war echt eine schlimme Zeit, aber ich kann die Details darüber hier nicht erzählen. Irgendwann erging es mir dann aber ähnlich, ich bekam eine totale Sehnsucht nach Hard Rock. Zuhause hörte ich die ganze Zeit die Radiosender durch, bis irgendwann ein rockiges Lied ertönte. Und dann war ich happy. The old life called me! Natürlich hätte ich damals einen älteren und reifen Christen fragen sollen, aber ich kannte keinen, zu dem ich wirkliches Vertrauen hatte. Schon eine traurige Erkenntnis! So stieg ich aus und machte mir als erstes wieder eine Kutte aus einer alten Jeansjacke. Sah nicht gut aus, aber ich hatte wieder eine Kutte an! Meine erste Kutte hatte ich damals weggeworfen, ebenso sämtliche  Schallplatten. Habe mir dann überlegt, was ich doch für einen Scheiß gemacht hatte. Aber zu der Zeit stand ich dazu und ich finde, man muss das tun, woran man glaubt und zu seinen Überzeugungen stehen!

Danach ging ich irgendwann wieder zum White Birds MC. Es gab viel zu trinken und manches zu rauchen und es war auch meist was los. Und wenn nicht, machte man halt was los. Selbst unter der Woche war ich meist bis nach Mitternacht im Zimmer und Clubhaus und wir haben viel gelabert und gefeiert. Aber so kurz vor der Jahrtausendwende trat ich wegen interner Quereleien wieder aus.

Im Winter 2000 heiratete ich meine beste Ehefrau von allen und im Herbst kam unser geliebter Sohn zur Welt. Aus Vorsicht und vielleicht auch Angst habe ich dann mit dem Mopedfahren aufgehört. Damals machte ich mir auch extrem viele Gedanken über den Sinn und Unsinn des Lebens. Jesus Christus aber hatte nie aufgehört an mich zu glauben und es ergab sich, dass auch ich wieder Interesse an Jesus zeigte. Über den „Lauf für das Leben“ kam ich zur Evangelisch methodistischen Kirche nach Pforzheim und dort bekehrte ich mich schließlich in 2004 wieder zu Jesus Christus. Für mich begann damit eine neue Zeitrechnung und mein Leben bekam wieder einen Sinn: Ich musste es nicht immer wieder hinterfragen. Kurz danach wurde uns noch eine geliebte Tochter geboren und es war eine echt spannende Zeit mit den Kindern. Jesus Christus hat uns als Familie in der ganzen Zeit begleitet und mein Glaube an ihn wurde fester und konnte wachsen. Auch mein geliebtes Metal hörte ich weiterhin, es gibt ja wirklich tolle Bands mit einer guten Botschaft in ihren Texten. Denn ich durfte erkennen, dass uns Jesus Christus Freiheit geschenkt hat und keinen gesetzmäßigen Glauben, der alles verbietet (Galater 5). So hatte ich Gott bei meiner ersten Bekehrung fälschlicherweise kennen gelernt.

Es gilt aber natürlich: „Prüft aber alles, aber das Gute behaltet“ (1. Thessalonicher 5,21).

Als die Kinder aus dem Gröbsten waren, dachte ich in 2014 wieder ans Moped fahren. Die alte GS650G, EZ 1983, wurde hergerichtet und es war echt wieder ein gutes Gefühl auf der Straße unterwegs zu sein! Und dann wurden auch wieder regionale Bikertreffen besucht und dort traf ich natürlich auch viele alte Bekannte. Irgendwann lernte ich dann Member des BfC kennen und wir unterhielten uns über Mopeds und über Gott und die Welt.

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Ab 2016 nahm ich an internen Treffen des BfC teil und lernte als Hangaround die Member und die Struktur immer besser kennen. Die Mischung aus echtem ungekünsteltem Glauben an Jesus Christus und die Freude am Mopedfahren, inzwischen mit einer Dyna Super Glide Custom Bj. 2011, und Clubbesuchen zog mich an und irgendwann wollte ich dann auch richtig dazugehören. Ende 2017 war es dann soweit und ich wurde als Member der Bikers for Christ aufgenommen. Meine Frau wurde dann 2018 ebenfalls Member und so können wir nun bei den gemeinsamen Ausfahrten mit unseren Mopeds und auch sonst dieselben Farben tragen.

Die Gemeinschaft der Bikers for Christ zu leben und zu erleben ist einfach ungemein bereichernd für mich. Dies immer wieder erfahren zu dürfen hilft mir und uns bei all den alltäglichen und nicht so alltäglichen Dingen und auch Problemen. Es ist nicht nur ein gutes Gefühl, sondern echte Solidarität.

Für mich zählt: „Und alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn!“ (Kolosser 3,17).

Respekt und Gottes Segen
Olav „O“

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